Behavioural Finance-Ansatz

Von irrationalem Anlegerverhalten profitieren

Der klassischen Investmenttheorie zufolge verhalten sich Menschen bei ihren Anlageentscheidungen grundsätzlich rational und sind bestrebt, bei gegebenem Risiko ihre Rendite zu maximieren. Folglich geht die klassische Investmenttheorie davon aus, dass die Märkte in dem Sinne effizient sind, dass sich jede über ein Unternehmen verfügbare Information auch in dessen Aktienkurs widerspiegelt. Mit anderen Worten: für gut informierte Anleger kann es keine Kursanomalien geben, über die sich eine Überschussrendite erzielen liesse.

Die Philosophie der Behavioural Finance geht hingegen davon aus, dass sich Anleger bei ihren Entscheidungen häufig nicht rational verhalten, sondern vielmehr von Emotionen wie Angst, Gier oder Schuldgefühlen geleitet werden.

Was wir aus Erfahrung gelernt haben

Als einer der führenden Vertreter des Behavioural-Finance-Ansatzes halten wir Märkte für ineffizient und unterstellen, dass sich irrationales Anlegerverhalten gewinnbringend nutzen lässt. Folglich können wir unseren Kunden helfen, von Kursanomalien, die durch ungeschickte Entscheidungen der Marktteilnehmer entstehen, zu profitieren.

An den Aktienmärkten lassen sich immer wieder bestimmte Verhaltensmuster erkennen. Zum Beispiel kaufen Anleger Aktien, die gerade für Furore sorgen. Oder Sie verkaufen überbewertete Aktien panikartig bzw. halten zu lange an schlecht laufenden Aktien fest, weil sie ihren Irrtum nicht zugeben können. Da solche irrationalen Verhaltensmuster auf Emotionen beruhen, treten sie wiederholt und systematisch auf. So entstehen erkennbare Situationen, aus denen wir für gut informierte Anleger Profit machen können.

Wir sind davon überzeugt, dass solche Verhaltensmuster für Kursanomalien an den Märkten sorgen. Das hilft auch zu erklären, weshalb sich günstige Aktien (Value-Aktien) auf lange Sicht häufig besser entwickeln als teure Aktien, und weshalb Aktien mit einer dynamischen Entwicklung (Growth-Aktien) langfristig ebenfalls eine Outperformance erzielen.

Von der Theorie zur Praxis

Für uns bei J.P. Morgan Asset Management ist Behavioural Finance mehr als Theorie. Wir haben einen konsequenten Anlageprozess entwickelt, der Aktien nach objektiven Kriterien auswählt und das Risiko managt, ohne sich von den Verhaltensmustern täuschen zu lassen, die als Renditequelle dienen sollen. Dabei stützen wir uns auf ein Modell, das Aktien nach bestimmten Kriterien beobachtet und einstuft sowie besonders interessante Substanzwerte (Value) und Wachstumswerte (Growth) identifiziert.

Die Behavioural Finance-Strategie setzen wir schon seit über 15 Jahren in den europäischen, globalen und US amerikanischen Aktenmärkten erfolgreich um. Seit kurzem bieten wir den Prozess auch im japanischen Markt an. Unser Ansatz versucht auf dreierlei Weise einen Mehrwert zu erzielen:

  1. Höheres Renditepotenzial – Eine Überschussrendite wird erwirtschaftet, indem durch irrationales Anlegerverhalten entstandene Kursanomalien genutzt werden.
  2. Regelmässigkeit – Unser Anlageprozess verfolgt das Ziel, wiederkehrende und vorhersagbare Verhaltensmuster auszunutzen, die sich immer wieder manifestieren.
  3. Diversifizierung – Eine geringe Korrelation zu traditionellen Investmentfonds, die auf fundamentalen Kriterien basieren.

Letztendlich geht es darum, besonders attraktive Substanz- und Wachstumsaktien zu identifizieren.

Einige unserer Behavioural Finance Fonds